Was ist Bio?

Bio ist nicht gleich Bio! Jahrzehnte lang konnten sich Menschen darauf verlassen, dass Produkte mit der Kennzeichnung „Bio“ oder „Öko“ nach bestimmten, „scharfen“ Kriterien erzeugt wurden. In Deutschland standen Verbände wie Bioland, Demeter und Naturland mit ihren Regelwerken und Kontrollen dafür ein, dass Tiere artgerecht gehalten und alle Bio-Lebensmittel ohne chemische Zusatzstoffe erzeugt und verarbeitet wurden. Um den Biomarkt übersichtlicher zu machen und ihn gleichzeitig attraktiver für Erzeuger und Verbraucher zu gestalten, wurden europaweit die Bio-Richtlinien einheitlich in der EU-Bio-Verordnung geregelt und 2001 durch ein deutsches Bio-Siegel gekennzeichnet: „Bio nach EG-Öko-Verordnung“.

Diese Verordnung bleibt jedoch weit hinter den Ansprüchen der deutschen Bio-Verbände zurück.

Bio boomt! Bio tritt mehr und mehr aus seinem Nischendasein hervor und wird interessant für neue Kreise. Nicht nur neue Kundenkreise, auch neue Händler- und Erzeugerkreise. Waren es bis vor einigen Jahren fast ausschließlich Menschen, die aus Überzeugung Bioprodukte produzierten, so kommen nun immer mehr hinzu, die aus wirtschaftlichen Gründen auf die Bioschiene einschwenken. Wo jedoch finanzielle Interessen im Vordergrund stehen, treten ökologische dahinter zurück.

Der Biomarkt wächst – Lebensmittelskandale und Umweltkatastrophen rütteln immer mehr Menschen wach und lassen sie auf Bioprodukte zurückgreifen. Der Begriff „Bio“ jedoch wird immer weiter aufgeweicht. Denn die neuen Kreise schauen mehr aufs Geld als auf die Ökologie. Aber ökologisch kann nur zu fairen Bedingungen und Preisen produziert werden, nicht billig-billig.

Politisch wurde entschieden, dass die neuen Kreise nicht den über viele Jahrzehnte gewachsenen Bio-Standard akzeptieren müssen, vielmehr sollen sich Standard und neue Kreise aufeinander zu bewegen. D.h. ein bisschen mehr Bio für die neuen Kreise, dafür Abstriche bei den Bionormen.

Ein bisschen Bio bzw. Abstriche bei Bio – geht das?

Die Bioverbände und die „Überzeugungs“-Produzenten sagen deutlich: Nein! Sie verweisen dabei u.a. auf ihre Verbands-Richtlinien, die wesentlich schärfer, ökologischer und tierfreundlicher sind als die EU-Richtlinie.

Beispielsweise dürfen pro Hektar Land auf einem Bioland-Betrieb nur 10 Mastschweine gehalten werden, nach EU-Richtlinie jedoch 14, das sind 40% mehr. Bei Hennen dürfen gar 65% mehr und bei Hähnchen mehr als doppelt soviel gehalten werden.

Auch muss ein Bioland-Betrieb nachweisen, dass der gesamte Betrieb und nicht nur ein Teilbereich ökologisch wirtschaftet. Nach EU-Richtlinie sind Teilumstellungen möglich, so dass auf dem selben Betrieb konventionelle und ökologische Wirtschaft nebeneinander existieren dürfen.

Es ist festzustellen: Bio ist nicht mehr gleich Bio. „Echtes“ Bio gibt es garantiert bei den Betrieben die einem Bio-Verband angehören.

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